Leder Hagemann

Sich ständig neu erfinden ist oberstes Gebot“ – so ist man am Puls der Zeit: Persönliche, individuelle Beratung, trotz oder gerade mit Hilfe der präsenten Digitalisierung.

„Der nächste Schritt werden nachhaltig produzierte Waren sein, vegetabile, also pflanzlich gegerbte Leder aus Europa, sowie ganz neu: „vegane Leder“. Nicht nur die Marken-Label Vaude, Fritzi aus Preußen, und Secrid machen hier den Anfang, die Branche ist in einem positiven Umbruch.

Die Schuhbranche bleibt allerdings nicht weit weg – mit der Übernahme von Leder Leitz in Rüdesheim hat das Traditionsunternehmen nun auch modische Damenschuhe im Sortiment – ein für viele Kundinnen interessantes Zusatz-Angebot.

Unser Geschäft ist immer noch in Familienbesitz. Inhaberin und Mitarbeiterinnen zeichnen sich durch jahrelange Verkaufs- und Branchenerfahrung aus. Anspruch und Motivation, ein modisches Sortiment und unsere Fachkompetenz sprechen die Kunden bis weit in das Binger Umland an. Schon durch die Grosshandelstätigkeit der vorherigen Generation war unser Geschäft in der gesamten Region bekannt und geschätzt. Ein eigener Reparaturservice rundet das reichhaltige Angebot ab.

In allen drei Standorten findet man zudem umweltschonende Heiz- und Beleuchtungskonzepte, gespeist aus regenerativ produziertem Strom.

Dabei gelang es der Familie den Wandel der letzten Jahrhunderte dynamisch fortzuschreiben und die Sortimente den Wünschen und dem Bedarf der vielen Tausend Stammkunden regelmäßig anzupassen. Ein gekonnter Mix aus Taschen, Koffern und Mode findet sich genauso wie Lederwaren für den Geschäftsreisenden aber auch aktuelle Produkte für Schule und Freizeit.

„Unsere Kunden kommen neben Bingen aus dem gesamten Mittelrheingebiet“ sagt Beatrice Hagemann-Hanne, und weiter: „Die modebewusste Kundschaft schätzt an unserem Fachgeschäft vor allem die breite Auswahl sowie die übersichtlich, freundlich-helle Warenpräsentation.“

Die Antwort blieb man nicht schuldig: in den Jahren 2014 und 2015 kamen in kurzer Folge zwei neue Standorte dazu: In Ingelheim und auch in Rüdesheim ist Leder Hagemann mit einem breiten Sortiment präsent und erste Adresse für Lederwaren. Fachberatung ist selbstverständlich und stellt, neben dem preisaktiven, sich durch internationale Zukäufe ständige verjüngendem Sortiment, einen der Grundpfeiler der Traditionsmarke „Leder-Hagemann“ da.

Historie

200 Jahre Hagemann – Lederwaren-Kompetenz in der 6. Generation
Viele Geschichten fangen mit den Worten „Es war einmal…“ an, auch wir können uns davon nicht ganz befreien. Es war im Jahr 1786, als der Bierbrauer Anton Hagemann aus Kastellaun im damals bitterarmen Hunsrück als Binger Bürger eingetragen wurde. Er lebte schon vorher einige Jahre in Bingen, denn 1769 wurde von der ersten Gerberei eines Anton Leopold Hagemann berichtet. (Wir feiern in 2019 dann 250 Jahre Hagemann in Bingen) Die anfänglichen Pläne einer Brauerei wurden angesichts der boomenden Gerbereien am Flussufer schnell geändert und der Grundstein für die Familientradition in der Lederwarenbranche wurde im Jahr 1817 gelegt. Und dass Gerbereien ungesund seien, kann man angesichts 13 Nachkommen nun nicht behaupten. Dennoch hat die zweite Generation schon in dieser Zeit gut erkannt, dass der Handel langfristig mehr Perspektiven bietet als die Produktion am Standort. Auch im vorletzten Jahrhundert wurden Lederplatten für die Herstellung von Schuhen, Taschen, Reisegepäck benötigt, ganz zu schweigen der landwirtschaftliche Bedarf an Pferde- und Ochsengeschirren. Die Kapazitäten am Flussufer waren schnell erschöpft, ein zweiter Standort mit Schwerpunkt Handel wurde in der Innenstadt eröffnet, auch heute noch die Geschäftsadresse.
Hieraus wuchs ein Großhandel für Schuhmacher in der ganzen Umgebung, die regelmäßig bereist und mit Leder, Werkzeugen und Ersatzteilen beliefert wurden.

Und die jetzige Generation? Beatrice Hagemann-Hanne führt das Unternehmen seit vielen Jahren, ihr modisches Know-How und die Erfahrung ihrer Vorgänger bringen den Handel mit Lederwaren auf den Punkt: Taschen – Mode – Kompetenz.
Sie hat daher schnell die Zeichen der Zeit erkannt und ist Assima-Mitglied geworden. Eine Einkaufsgemeinschaft, die für topmodische, exclusive Sortimente steht.

„Der Wettbewerb – auch in anderen Betriebsformen – schläft nicht. Ein Fachgeschäft mit solch interessanter und lebendiger Geschichte wie das unsrige zeigt doch, wie wohltuend abwechslungsreich Handel sein kann.“